Werkstattgespräch zum Thema Delegation und Substitution ärztlicher Leistungen

12.06.2026 | CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag

Mit dem Thema Delegation und Substitution ärztlicher Leistungen hat sich der Arbeitskreis für Gesundheit, Pflege und Prävention der CSU-Landtagsfraktion unter der Leitung von Vorsitzenden Bernhard Seidenath im Rahmen eines Werkstattgesprächs erneut beschäftigt – und damit mit der Frage, wie die Versorgung der Menschen zukunftsfest aufgestellt, wie die Fachexpertise von Pflegekräften und den Beschäftigten in den Gesundheitsfachberufen wie Medizinischen Fachangestellte, Notfallsanitäter, Physician Assistants angesichts des demografischen Wandels und des zunehmenden Fachkräftemangels besser und effektiver genutzt werden können.

Der gesundheitspolitische Sprecher Seidenath unterstrich: „Patientensicherheit muss stets oberste Priorität haben. Dabei geht es nicht darum, ärztliche Kernaufgaben infrage zu stellen, sondern Versorgungsteams so aufzustellen, dass jede Berufsgruppe ihre Qualifikationen bestmöglich einbringen kann. Ziel bleibt eine moderne, interprofessionelle Versorgung, die vorhandene Fachkompetenzen besser nutzt, Bürokratie abbaut und den Menschen in den Mittelpunkt stellt.“

Diskutiert wurden insbesondere die Abgrenzung zwischen Delegation und Substitution, notwendige rechtliche Rahmenbedingungen, Fragen der Vergütung sowie erfolgreiche Praxisbeispiele wie Community Health Nurses, Wundmanager oder auch Physician Assistants. Der Arbeitskreis wird die gewonnenen Erkenntnisse nun weiter vertiefen und gemeinsam mit den beteiligten Berufsgruppen sowie den Expertinnen und Experten aus der Pflege, den Fachverbänden aus dem Bereich der Pflege, der Physician Assistants, der Ärztekammer, der Kassen sowie der zuständigen Ministerien konkrete Handlungsperspektiven entwickeln.

An dem Werkstattgespräch haben auch der Patienten- und Pflegebeauftragte der Staatsregierung, Thomas Zöller MdL, die Abgeordneten Sascha Schnürer, Martin Mittag, Andrea Behr, Helmut Schnotz (jeweils CSU-Fraktion) sowie die Gesundheitspolitische Sprecherin der FW, Susann Enders, teilgenommen.