Lehrstuhl für Angewandte Kerntechnologie an der TUM bewilligt und besetzt Miskowitsch und Böltl: „Strukturelle Stärkung für Medizin, Forschung und Hightech in der Region“

27.02.2026
v.l.n.r.: Maximilian Böltl, MdL, Prof. Christian Reiter, Benjamin Miskowitsch, MdL
v.l.n.r.: Maximilian Böltl, MdL, Prof. Christian Reiter, Benjamin Miskowitsch, MdL

 Die Einrichtung des Lehrstuhls für Angewandte Kerntechnologie an der Technischen Universität München (TUM) ist vollzogen: Die Professur wurde durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (StMWK) als einer von drei Lehrstühlen mit höchster Priorität und Dringlichkeit bewilligt und mit Stellen sowie Sachmitteln ausgestattet. Die TUM hat daraufhin Christian Reiter zum Professor für Angewandte Kerntechnologien berufen.

Die Landtagsabgeordneten Benjamin Miskowitsch und Maximilian Böltl sehen darin einen ersten Erfolg ihres gemeinsamen Einsatzes:

„Mit diesem Lehrstuhl sichern wir dauerhaft kerntechnische Kompetenz in Bayern“, betont Miskowitsch. „Das ist entscheidend für die Arbeit der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) – etwa für radioaktive Isotope, die in der Krebstherapie eingesetzt werden, oder für die Entwicklung neuer Materialien, die unsere Technik sicherer und effizienter machen.“

 

Die Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) ist ein wissenschaftliches Zentralinstitut der TUM auf dem Gelände des Forschungscampus Garching. Dort werden Neutronen und Positronen für zahlreiche Anwendungen in Forschung, Industrie und Medizin genutzt – etwa zur Entwicklung leistungsfähiger Batterien oder zur Herstellung radioaktiver Stoffe für die Krebsdiagnostik und -therapie. Der neue Lehrstuhl sorgt dafür, dass diese Arbeit langfristig gesichert und weiterentwickelt wird.

 

Böltl ergänzt: „Auch nach dem Ausstieg aus der Kernenergie braucht Deutschland hochqualifizierte Fachkräfte – für Sicherheitsfragen, für bestehende Forschungsanlagen und für die fachliche Bewertung neuer internationaler Reaktorkonzepte, etwa modularer Systeme. Mit der Professur für Angewandte Kerntechnologien investieren wir gezielt in Ausbildung und Forschung und stärken die technologische Expertise der Region.“

 

„Mit der Bewilligung und Besetzung des Lehrstuhls ist die strukturelle Grundlage geschaffen“, so Miskowitsch und Böltl abschließend. „Prof. Reiter wird die anstehende notwendige Umrüstung des FRM II wissenschaftlich begleiten. Zudem ist der Aufbau einer Nachwuchsgruppe für experimentelle Kerntechnik sowie die Mitwirkung am neuen Masterstudiengang vorgesehen.“