Der Landkreis München liegt bei den Startup-Neugründungen erstmals vor der Landeshauptstadt München. Das geht aus einer aktuellen Sonderauswertung für die IHK-München und dem Startup und Scaleup Monitor Bayern hervor. Mit 15,2 Startup-Neugründungen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern belegt der Landkreis Platz eins unter allen bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten – vor der Stadt München (13,8) und dem Landkreis Starnberg (13,6). Bayern verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 626 Startup-Neugründungen und bleibt damit das gründungsstärkste Bundesland Deutschlands.
Dazu erklärt der direktgewählte Stimmkreisabgeordneter für München-Land-Nord Maximilian Böltl: „Der Platz 1 ist ein echter Erfolg der gemeinsamen Arbeit von Wissenschaft und Wirtschaft im Zusammenspiel mit der Aktionseinheit aus Kommunen und Mandatsträgern aller Ebenen, die miteinander vor Ort an einem optimalen Umfeld für Gründer arbeiten. Zugleich ist es für uns Ansporn, auf dieser Basis noch besser zu werden. Durch Wachstumskapital, Bürokratieabbau und öffentliche Aufträge.“
Mit den Ausbauten der Universitäten in Oberschleißheim, Garching und Ottobrunn sowie mit den verschiedenen örtlichen Gründerzentren habe der Freistaat in den letzten Jahren eine ideale Grundlage gelegt und massiv investiert.
Böltl schlägt zudem vor, dass im Großraum München eine Gründerschutzzone etabliert wird, in der auf Basis des bayerischen Modellregionengesetzes besondere Bedingungen geschaffen werden, zum Beispiel für Prototypen oder Produkttest. „Damit könnten wir unsere neue Position als Spitzenreiter bei Gründungen nochmal deutlich ausbauen“, so der Abgeordnete, der auch Teil des Startup-Councils ist, mit dem die Staatskanzlei alle Aktivitäten der Staatsregierung bündelt.
Der Report zeigt, dass sich die Gründungsaktivität zunehmend auf das Münchner Umland verteilt. Während München bundesweit weiterhin die höchste Pro-Kopf-Gründungsquote unter den Großstädten erreicht, ist der Anteil der Stadt an allen bayerischen Startup-Neugründungen seit 2019 von 45,1 Prozent auf 33,1 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig gewinnt der Landkreis München kontinuierlich an Bedeutung.
Bayern setzt auch insgesamt seinen Aufwärtstrend fort. Gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 stieg die Zahl der Startup-Neugründungen um 48 Prozent. Damit liegt der Freistaat nicht nur bundesweit vorne, sondern ist neben Hessen auch das einzige Flächenland, das bei den Gründungen pro Kopf über dem Bundesdurchschnitt liegt.
Für Böltl ist das Ranking zugleich ein klarer politischer Auftrag: „Aus Ideen werden Innovationen, aus Patenten werden Produkte. Und am Ende die Arbeitsplätze und die Gewerbesteuereinnahmen von morgen.“
